Goyas Geister

Gesammelte Informationen über Filme von, mit und über Natalie finden in diesem Unterforum ihren Platz; Gerüchteküche inklusive. Zur besseren Übersicht empfiehlt es sich, den Filmtitel in der Themenüberschrift anzugeben.

Beitragvon Master Windu » 23.11.2006, 5:27

GG Vorschau in bewegten Bildern, mit einigen Worten von Milos Forman:
rbb Filmvorführer(wmv,7MB)
BR KinoKino(wmv,7MB)
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Beitragvon Portmännchen » 23.11.2006, 12:31

oh man sogar gleich 2mal verschrieben. und in dem kasten links ist er sogar richtig.
der text hat aber allgemein noch ein paar andere rechtsschreibfehler. hat wohl nur nen azubi oder ne aushilfskraft geschrieben ...
schön ist aber dass ihre rehaugen mal wieder namentlich erwähnt worden ...
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Beitragvon Jon McNichol » 24.11.2006, 1:01

Master Windu hat geschrieben:@Jon McNichol

Auf das einzige Kino welches damals Garden State zeigte ist verlass.


Was sogar stimmte. Habs heute morgen ergoogelt, mir am Nach mittag 2 Karten besorgt und meine Schwester mit reingeschleift, ich geh nicht gern alleine ins Kino.

Goyas Geister war anders, als ich es erwartet hatte. Düsterer, teilweise verwirrend, open-end. Bei vielen Szenen war es auch irre witzig, wenngleich es eher schwarzer Humor war. Z.B., als Goya im Irrenhaus um Ines feilschte.

Viele Teile der Handlungen haben ein offenes Ende, einige lassen sich mit Kenntnissen der napoleonischen Zeit erklären, andere Teile erklären sich von selbst.

Nat glänzte in beiden Rollen, sowohl als Ines, als auch als Alicia. Vielleicht eine entscheidende Schlüsselrolle spielt das Baby, das Alicia unter dem Tisch kurz vor der von Lorenzo veranstalteten Razzia versteckt. Ines, durch 16 Jahre Folter und Gefangenschaft gezeichnet, nimmt das Baby als ihr eigenes an, noch immer in dem Wahn, es wäre das von ihr und Lorenzo. Die Schlusszene, als sie den Leichnam von Lorenzo begleitet, umringt von singenden und tanzenden Kindern und von Goya gefolgt, ist die wohl dramatischste Szene und ist open end-

Die 2. Rolle von Nat, die der Alicia, fand ich weniger dramatisch, sie hatte ja ein "Happy-End", da Alicia als Konkubine von Wellington endet.

Insgesamt hat der Film Potenzial für eine Fortsetzungshandlung, die aber nicht danach, sondern mittendrin spielen sollte. Ich gebe diesem Film 8 von 10 möglichen Punkten.
'But I don’t want to go among mad people,' Alice remarked.
'Oh, you can’t help that,' said the Cat. 'We’re all mad here. I’m mad. You’re mad.'
'How do you know I’m mad?' said Alice.
'You must be,” said the Cat. 'or you wouldn’t have come here.'
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Beitragvon Master Windu » 24.11.2006, 4:08

Das is ja schon’ne Spoiler-Attacke, Jon. :?

Konnte Forman wenigstens einen Kinobesucher positiv erfreuen. :) Na ja, die negativen Kritiker sind von Formans Vorgängerfilmen großartige Biopiks gewöhnt und sichtlich verwundert, dass Goya in GG nur als Randfigur in einer Handlung (welche wohl auch nicht gerade stimmig geworden ist) über menschliche Wirren/Grausamkeiten während der span. Inquisition dient.

Hatte der Film außer euch 2 noch anderes Publikum angezogen, Jon?
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Beitragvon Portmännchen » 24.11.2006, 21:07

hab den film auch heute sehen können und kann mcih da größtenteils jon anschließen.
sehr humorvoll war der film allemal und auch schön düster. die folter szene fand ich zb dann auch ein wenig heftig. für ab 12 geeignet war das nicht wirklich. da hab ich mich gleich an v4v erinnert. die schreie waren fast identisch.
ines war wirklich klasse gespielt, mal wieder eine klasse rolle für miss portman. so ein verdrehten charakter hab ich mir vorher gar nicht vorgestellt.
,ein paar negative sachen: oftmals, besonders am anfang, gab es relativ viele und schnelle szenenwechsel, das hätte ruhig ein wenig langsamer verlaufen können.
was mir am meisten missfallen hat, ist die verbindung zwischen goya und ines. da ist für mich zu wenig dramatik und alles relativ flach. das hätte man noch ein wenig emotionaler gestallten könne. die eine, kurze szene wo er sie malt reicht - so wie sie ist - für mich nicht aus.
fandet ihr die zähne von alicia eigentlich auch so komisch? von ihr hätte man ruhig noch ein wenig mehr zeigen können.

als fazit kann ich sagen:
ein durchweg guter film den man auf jeden fall mal sehen sollte auch wenn man wie ich von goya noch nie vorher großartig gehört hat.

@masterwindu: zusammen mit mir und nem kumpel waren noch ca. 7 andere personen im kino davon wohl mind 4 rentner.

//edit: ob man das gemälde von nat/ines wohl irgend wo kaufen kann? ist auf jeden fall nen top motiv.
Zuletzt geändert von Portmännchen am 25.11.2006, 18:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Flippie » 25.11.2006, 15:13

mmh, ihr habts gut, bei uns in der stadt (Leer) spielen die den film nicht.. :(
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Beitragvon Mega Bombus » 26.11.2006, 12:00

Da sieht man doch wieder, dass ihr Locken verdammt gut sehen.

Es gab mal einen Artikel über Nathalie der hieß "Natalie Portman wird dein Leben verändern. Es stimmt. Garden State lief in 2 von 13 möglichen Kinos in der Nähe (innerhalb von 30km), in einem davon war ich in meinem Leben zuvor noch nicht. Goyas Geister läuft aber nur in einem! Ich hab keine Ahnung wo das Kino ist! So, ich werd jetzt den Stadtplan suchen ;) ...
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Beitragvon Portmännchen » 27.11.2006, 15:06

dito aber schade dass es keine echten locken sind ...

jaja auch in der zweiten woche bringen die großen kinos gg nicht. dabei ist der film weitaus besser als der meiste dreck der im kino gerade läuft.
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Beitragvon Master Windu » 29.11.2006, 1:02

das is mir zu lockig, hat ja schon dauerwellen-charakter
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Beitragvon Flippie » 30.11.2006, 16:47

ja da hast du recht, da werd ich mir den film wohl auf dvd nächstes jahr kaufen müssen.
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Beitragvon Mega Bombus » 30.11.2006, 19:14

Ich hab den Film jetzt auch gesehen und ich muss sagen ich hatte mir mehr erwartet. Ich weiß nicht was Forman damit zeigen wollte. Sollte es die Grausamkeit in der Natur des Menschen sein? Er hat es zumindest geschafft. Es sind ja sogut wie alle Figuren zu bedauern, nur mit viel Fantasie sieht man für Alicia ein Happy-End. Im Vorfeld hatte ich schon gespannt auf Nats Darstellung des "halbwahnsinniges Zottelviehs" gewartet, das war ja grindig, nicht nur schiach sondern auch noch hoffnungslos verrückt :shock: . Und da heißt es :"Eine schöne Frau kann nichts entstellen". Für die Dauer des Filmes gab es meiner Meinung keinen Hänger, im Gegenteil durch die Fülle der Handlung hätten manche Szenen etwas ausfürlicher sein können. Gefallen hat mir wie man die Herstellung eines Kupferstichs beobachten konnte. Die Folter- und Kerkerszenen waren so wie man sich das ausgehende Mittelalter so vorstellt -> grauslich. Hin und wieder waren wirklich Momente zum Schmunzeln, eher unüblich für ein Drama. Der Schluss kam etwas plötzlich, ich hatte doch noch auf ein kleines Happy-End gewartet.

Ich würde dem Film 6 von 10 Punkten geben.

Mit mir waren noch so ca. 10 Leute im Saal.

Ich will auch so einen Kerzenhut wie Goya ;)
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Beitragvon Flippie » 05.12.2006, 21:40

ich will den auch sehen, ich hoffe ja dass sie wenigstens the other boleyn girl abspielen... :wink: :wink:
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Beitragvon Master Windu » 01.02.2007, 1:31

Interview mit Milos Forman (OÖNachrichten 22.11.2006):

Die verlangten für sich die Todesstrafe
Mit seinem neuen Opus "Goyas Geister" führt Milos Forman ins Spanien des ausgehenden Jahrhunderts, in die dunkle Zeit der Inquisition. Mit toller Besetzung: Stellan Skarsgard ("Fluch der Karibik 2") als Goya, Javier Bardem ("Das Meer in mir") als finsterer Mönch Lorenzo, Natalie Portman als unschuldiges Opfer. Die OÖN trafen Forman im Berliner Hotel "Kempinski".


OÖN: Vorab eine Frage, die uns Österreicher nach wie vor bewegt. Sie hatten für "Amadeus" Schauplätze in Wien besichtigt, drehten jedoch in Prag?
Forman: Man machte mir nur Schwierigkeiten. Nicht bloß in Wien. Als ich in Salzburg Mozart-Briefe studieren wollte, untersagten sie mir den Eintritt ins Archiv. Deswegen Prag. Dafür werde ich seit dem Erfolg des Films jedes Jahr zum Wiener Opernball eingeladen.
OÖN: Zentralfigur Ihres neuen Films ist wieder ein künstlerisches Genie. Wie kamen Sie auf Goya?
Forman: Begonnen hat alles schon vor 50 Jahren, als ich noch Student in Prag war. Es war die Zeit der Schauprozesse, die im Radio live übertragen wurden. Menschen mussten sich für Verbrechen rechtfertigen, die sie nie begangen hatten. Trotzdem legten sie Geständnisse ab und verlangten für sich die Todesstrafe. Zwölf wurden tatsächlich zum Tod verurteilt, die anderen wurden befreit, als Chruschtschow an die Macht kam. Mit einem von ihnen, Ar-thur London, war ich befreundet, und besonders eines hat mich da sehr interessiert.
OÖN: Nämlich?
Forman: Ich wollte wissen, wie man sie zu den Geständnissen gebracht, was man ihnen angetan hatte. Schläge? Drogen? Brechen von Gliedmaßen? Nein, erzählte mir London, das Schlimmste sei der Schlafentzug gewesen. Seit dieser Zeit wollte ich einen Film über die damaligen Ereignisse machen. Das kam mir wieder in den Sinn, als ich in den achtziger Jahren in Madrid war.
Im Prado kam ich auch zu den Bildern des Francisco Goya. Ich war von diesen Gemälden überwältigt. Durch diese Inquisitionsbilder erwachten meine Erinnerungen an die fünfziger Jahre in Prag wieder.
OÖN: Welche Rolle spielt dabei Goya?
Forman: Es ist ein Film über die unschuldig verurteilte Ines und den fanatischen Mönch Lorenzo. Goya ist der Katalysator.
OÖN: Goya wird von einem Skandinavier gespielt. Wie das?
Forman: Würde der Filmheld Gomez heißen, hätten Sie diese Frage nie gestellt. Aber nun: Skarsgard schaut genauso aus wie Goya auf seinen Selbstporträts. Was Bardem betrifft: Der ist für mich der größte lebende Schauspieler. Anfangs glaubte er, dass er Goya sein sollte. Als er erfuhr, dass es nicht so war, war er enttäuscht. Aber schnell durchschaute er, dass Lorenzo die beste Rolle von allen war. Lorenzo hängt fanatisch an seiner Mission. Erst als Inquisitor, dann als Gefolgsmann der Französischen Revolution.
OÖN: Historischer Aspekt?
Forman: Der besteht auch in der Erkenntnis, dass sich die Geschichte wiederholt. Als die Russen 1945 kamen, haben sie die Tschechei wirklich befreit. Wir sagten: "Danke schön, und nun geht wieder nach Hause!" Das wollten sie nicht. Als Napoleon in Spanien einfiel, war er außer sich, dass die Spanier nicht dankbar waren und weiterhin, trotz der Inquisition, an ihre Kirche glaubten. Er hat nicht bedacht: Jeder fünfte Spanier war zu jener Zeit von Almosen abhängig. Und von wem bekam er die? Von der Kirche.
OÖN: Wie arbeiten Sie mit den Schauspielern?
Forman: Ich rede so wenig wie möglich. Je mehr du redest, umso mehr verwirrst du sie. Ich möchte, dass sie ihre Charaktere selbst finden.
OÖN: Nun ist Ihre Heimat wirklich frei. Wie sehen Sie das?
Forman: Mit gemischten Gefühlen. Nicht jeder ist dort glücklich über die Freiheit. 13 Prozent wählen noch immer die Kommunisten. Nicht, weil sie etwas gegen die Regierung hätten, aber sie sehnen sich nach der alten "Ordnung".
Die Wahl lautet: Willst du im Dschungel leben oder im Zoo, wo kein Tiger ein Schaf attackieren kann, wo es keinen Hunger gibt, und wo du von der Schönheit des Dschungels träumen kannst? Auf einmal wird der Käfig geöffnet, du läufst raus in den schönen Dschungel. Dort wirst du von einer Schlange gebissen. Du schreist "Auweh!" und denkst: Nichts wie zurück in den Zoo...
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wann

Beitragvon Lastelement » 25.02.2007, 1:02

soll der den auf dvd rauskommen???
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Beitragvon Portmännchen » 25.02.2007, 1:05

das will ich doch hoffen.
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