Black Swan

Gesammelte Informationen über Filme von, mit und über Natalie finden in diesem Unterforum ihren Platz; Gerüchteküche inklusive. Zur besseren Übersicht empfiehlt es sich, den Filmtitel in der Themenüberschrift anzugeben.

Re: Black Swan

Beitragvon Casper79 » 23.01.2011, 13:53

Ich kam leider noch nicht dazu, mir den Film anzuschauen.
Wollte eigentlich dieses WE hin - liege aber jetzt mit ner Grippe flach -.-
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Re: Black Swan

Beitragvon AvE » 23.01.2011, 20:53

Gute Besserung! Bei uns wird's auch erst Ende dieser Woche, weil ich für Prüfungen lernen und 'ne Hausarbeit schreiben muß.

@Silent:

Ich habe Deinen Beitrag mal überlesen, um den Film unvoreingenommen sehen zu können. 8-[
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Re: Black Swan

Beitragvon AvE » 29.01.2011, 14:13

Ich zitiere mal meinen aktuellen Tweet: Ein Bilderrausch, der ein derartig unwohles Gefühl zurückläßt, ist überaus sehenswert. #blackswan #natalieportman

SilentWarrior hat geschrieben:Ich hab den Film als ganzes nicht verstanden. Worin besteht die Pointe? Geht es darum, den Druck zu zeigen, unter dem Balletttänzerinnen und/oder junge Menschen im allgemeinen heute leben? Darum, wie eine bestimmte Tänzerin unter gespaltener Persönlichkeit leidet und dadurch letztendlich sich selbst zugrunde richtet? Oder handelt es sich gar – und dann wäre der Film gänzlich misslungen – um eine Hommage an „Psycho“ und/oder „Fight Club“, die sich demselben Thema auf wesentlich faszinierendere Art nähern? Ich weiss es nicht. Ehrlich nicht. (Das mein ich ernst. Wenn mir jemand ein paar der Fragen beantworten kann, wäre ich sehr dankbar!)

Die Pointe des Film ist nach meinem Verständnis nicht in der Zurschaustellung der kaputten Persönlichkeit, die von ihrer Umwelt (Beispiele: eine Mutter, die ihre Tochter dazu zwingt, ihren eigenen gescheiterten Traum zu verwirklichen, und ein Tanzlehrer, der sie emotional mißbraucht) in diese Situation gedrängt wurde, zu finden, sondern in ihrer Gier, perfekt sein zu wollen. Sie durchlebt ihre eigene Schwangeschichte bis zum bitteren Ende, um ruhmreich unterzugehen. Sie machte letztendlich genau das, was ihr aufgetragen wurde: Lebe den schwarzen Schwan!

Und die Anti-Klimax (wie sagt man das schlau?) am Ende trägt auch nicht gerade zur Verbesserung dieses Eindrucks bei. Man kann einen Film durchaus ohne grosses Tamtam auf der Leinwand beenden, aber dann muss es einen emotional von den Socken hauen. Paradebeispiel hierfür: „4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage“. Aronofsky liefert uns zum Schluss jedoch weder ein Leinwand- noch ein emotionales Feuerwerk, und so hab ich beim Verlassen des Kinosaals fast etwas beschämt gedacht: Das wars? So what?

Der Schlußakt war doch brachial in Szene gesetzt, und beendete glücklicherweise den sich kontinuierlich aufbauenden Alptraum. Ich weiß nicht, was noch hätte kommen sollen.

Abgesehen von dem durchzogenen Drehbuch gibt es aber leider auch einige technische Aspekte, die den Film schlechter machen, als er eigentlich ist: miserable Tonbearbeitung, wackelige, bisweilen Schwindel und Übelkeit verursachende Kameraführung, verwirrender Schnitt.

Der Film wurde komplett mit Handkameras gedreht, um der Handlungsträgerin quasi direkt über die Schulter zu schauen. In den ersten zehn, 15 Minuten empfand ich diesen Umstand ebenfalls als ungewohnt und störend. Das hat sich dann aber ziemlich schnell normalisiert und war — im Nachhinein betrachtet — äußerst notwendig, um ihren Blickwinkel der Welt besser wahrnahmen zu können. Und: Soviel Nat gab's in noch keinem Film. ^.^

Ich habe mich zu Hause dann noch mal ausgiebig mit meiner Freundin darüber unterhalten müssen, weil ich so aufgewühlt war. Ein Film, der so etwas in mir bewirkt, muß einfach gut sein. Kleines Manko: Einige der Psychosesequenzen waren IMHO etwas überladen, aber möglicherwiese auch notwenig.
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Re: Black Swan

Beitragvon Casper79 » 01.02.2011, 7:21

Wer den Film noch nicht gesehen hat und keinen Spoiler lesen will, der sollte den Rest überlesen!


Spoiler: anzeigen
Trotz Erkältung habe ich mich gestern Abend dann doch mal ins Kino „geschleppt“, weil ich den Film unbedingt sehen musste :-)

Die angesprochene Kameraführung empfand ich nicht als störend und hatte mich eigentlich sofort daran gewöhnt, da so, vor allem in den Übungs- & Tanzszenen, das Wichtigste hervorgehoben wurde.
Es wurde so schön gezeigt, wie sich Nina zu Anfang quält um Perfekt zu sein, was sie ja eigentlich nicht sein sollte.

Insgesamt fand ich den Film sehr düster und bedrückend, aber keineswegs schlecht.
Dieses Verwirr-Spiel, dass Darren Aronofsky dem Zuschauer „auferlegt“, indem man nie wirklich weiß, ob es nun die Realität oder Ninas Fiktion ist, fand ich großartig und einfach nur genial!

Das Lily, also Mila Kunis, Natalie etwas die Show stiehlt empfand ich am Anfang des Films auch so. Aber später wurde mir dann klar, dass sie einfach nur lockerer und „freier“ war, als es Nina (Natalie) sein konnte. Bedenkt man alleine den Druck, der auf Nina lastet:

Zum einen die Mutter, welche ihre Karriere für die Tochter aufgab. Dann der Regisseur, welcher möchte, dass man eben nicht perfekt ist und sich gehen lässt. Dann Beth, die „kleine Prinzessin“, die ja quasi abgesäbelt wurde und sich vor ein Auto warf. (okay, das ist nur eine Vermutung von Thomas [Vincent Cassel]). Hinzu kommt dann noch Lily, die vermeintlich versucht, Nina die Rolle zu stehlen (wobei auch hier nie wirklich klar wird, ob es Realität oder Fiktion war).
Und wie sollte sich Nina auch gehen lassen, oder „freier“ wirken, wenn sie doch nur das Ballett und sonst nichts anderes kennt.

Alles in Allem war ich sehr begeistert von dem Film und war auch einer derjenigen die im Abspann Beifall geklatscht haben – und das mache ich nicht bei jedem Film ;-)

Abgesehen von „Léon – Der Profi“ fand ich, war dies mit Abstand Natalies bester Film.
Wenn sie für diese Leistung in dem Streifen keinen Oscar bekommt, dann weiß ich es ehrlich gesagt auch nicht.

Ich freue mich schon auf DVD / BlueRay, damit ich den Originalton hören kann, den ich fand die Übersetzung brachte nicht ganz diese düstere und finstere Gefühl rüber.
Ein gutes Beispiel:
Englisch aus dem Trailer: „What happened to my sweet-girl? – SHE'S GONE!“
Auf deutsch: „Was ist aus meinem lieben Mädchen geworden? - DAS GIBT ES NICHT MEHR!“

Muss ich da mehr zu sagen …. -.-

Das einzige Mal, wo ich allerdings schmunzeln musste im Film, war die Szene, wo Lily und Nina in der Trainingshalle rauchen. Da fiel mir sofort die „Fenster-Szene“ aus „Léon – Der Profi“ wieder ein, wo ja Mathilda (Natalie) auch raucht.

Soviel zu meinem Eindruck von „Black Swan“.
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Re: Black Swan

Beitragvon AvE » 01.02.2011, 9:40

Casper79 hat geschrieben:Abgesehen von „Léon – Der Profi“ fand ich, war dies mit Abstand Natalies bester Film.
Wenn sie für diese Leistung in dem Streifen keinen Oscar bekommt, dann weiß ich es ehrlich gesagt auch nicht.

Die Oscar-Jury zeichnet vorwiegend Mainstream aus. So einige Filme, die den Academy-Award bekommen haben, sind IMHO eher bescheiden. Dann doch lieber auf Filmfestivalauszeichnungen achten.

Ein gutes Beispiel:
Englisch aus dem Trailer: „What happened to my sweet-girl? – SHE'S GONE!“
Auf deutsch: „Was ist aus meinem lieben Mädchen geworden? - DAS GIBT ES NICHT MEHR!“

Na ja, was ist so falsch daran? "Sie ist gegangen", sagt doch keiner im Deutschen. Die Übersetzung ist sogar grammatikalisch besser als das Original. ;)

Das einzige Mal, wo ich allerdings schmunzeln musste im Film, war die Szene, wo Lily und Nina in der Trainingshalle rauchen. Da fiel mir sofort die „Fenster-Szene“ aus „Léon – Der Profi“ wieder ein, wo ja Mathilda (Natalie) auch raucht.

Sie nuckelt mehrfach an der Kippe in Léon, ist mir wieder aufgefallen, als ich den Film (SE-DVD, mit "How old are you?") am Samstag endlich mal zusammen mit meiner Freundin geschaut habe (in Anlehnung an "Black Swan"). :)
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Re: Black Swan

Beitragvon Casper79 » 01.02.2011, 10:37

AvE hat geschrieben:Na ja, was ist so falsch daran? "Sie ist gegangen", sagt doch keiner im Deutschen. Die Übersetzung ist sogar grammatikalisch besser als das Original. ;)

Ich finde, im Original hört es sich dramatischer an - aber vielleicht auch nur mein Eindruck :D
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Re: Black Swan

Beitragvon AvE » 01.02.2011, 11:56

Ja, wie anfangs beschrieben, finde ich den US-Trailer auch um einiges treibender.
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Re: Black Swan

Beitragvon Susanne81 » 01.02.2011, 14:42

Mal sehen welchen gruseligen deutschen Untertitel man sich einfallen lässt. Siehe No Strings Attached....was wird daraus im deutschen? FREUNDSCHAFT PLUS...WTF?!
Meine DVD´s:

http://www.dvdaficionado.com/dvds.html? ... anneriddle

Why don´t you all fuck off and die?!!?!?
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Re: Black Swan

Beitragvon Master Windu » 05.02.2011, 18:45

Casper79 hat geschrieben:Da fiel mir sofort die „Fenster-Szene“ aus „Léon – Der Profi“ wieder ein, wo ja Mathilda auch raucht.

AvE hat geschrieben:Sie nuckelt mehrfach an der Kippe in Léon,...

[Klugscheißermodus on]

1.) Hausflur-Szene (am Fenster stellt sie nur die Blume hin und lässt Blei regnen)
2.) Im Film selbst hat sie nur einmalig kurz Lippenkontakt, welcher vom Treppengerüst auch noch halb verdeckt wird. Während des Drehs selbiger Szene jedoch hat sie nur "genuckelt", den benötigten Qualm lieferte eine Raucher hinterrücks.

[Klugscheißermodus off]
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Re: Black Swan

Beitragvon Master Windu » 06.02.2011, 6:52

Bild

(zwischen einem picdump entdeckt)
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Re: Black Swan

Beitragvon AvE » 06.02.2011, 14:23

Master Windu hat geschrieben:1.) Hausflur-Szene (am Fenster stellt sie nur die Blume hin und lässt Blei regnen)
2.) Im Film selbst hat sie nur einmalig kurz Lippenkontakt, welcher vom Treppengerüst auch noch halb verdeckt wird. Während des Drehs selbiger Szene jedoch hat sie nur "genuckelt", den benötigten Qualm lieferte eine Raucher hinterrücks.

Sie "raucht" auch vor Tonys Lokal und als sie den Kindern das Schutzgeld zahlt.
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Re: Black Swan

Beitragvon tha Godfather » 06.02.2011, 15:25

AvE hat geschrieben:Die Oscar-Jury zeichnet vorwiegend Mainstream aus. So einige Filme, die den Academy-Award bekommen haben, sind IMHO eher bescheiden. Dann doch lieber auf Filmfestivalauszeichnungen achten.

Tja, mag daran liegen, dass die "Oscar Jury" aus der Hollywood-Filmindustrie selbst besteht. Von ca. 5000 Mitgliedern sind z.B. ca. 1300 Schauspieler die optimalerweise ein Faible für FIlme mit charakterstarken Rollen haben, während ein VFX Editor vermutlich eher effektreiche Filme bevorzugt. Objektivität ist da wirklich fraglich, vorallem da sicherlich noch persönliches mit einfließt, weswegen wohl ein "Querulant" wie Tarantino noch lange auf einen Oscar als bester Regiesseur warten kann.
Der Oscar ist bestimmt kein guter Maßstab, aber trotzem ein wichtiger Erfolgsindikator für einen Film oder einen Schauspieler im Einzelfall und am Ende doch nur Bauchgepinsel der eigenen Branche ;)
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Re: Black Swan

Beitragvon AvE » 12.02.2011, 13:15

tha Godfather hat geschrieben:[...] und am Ende doch nur Bauchgepinsel der eigenen Branche ;)

Hehe, eben. ;-)
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Re: Black Swan

Beitragvon Master Windu » 13.02.2011, 6:41

Bild

Das ist ein Alternatives Poster von Sam Smith, kann man auch käuflich erwerben.
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Re: Black Swan

Beitragvon Casper79 » 13.02.2011, 7:46

Tolles Design - gefällt mir!
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